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Letzte Hoffnung Eizellspende
Das Thema Eizellspende wird in Deutschland heiß debattiert. Den Gegnern geht es unter anderem darum, dass durch die Eizellspende Frauen noch nach den Wechseljahren Mutter werden können. So hat im Juli 2008 in Indien Omkari Panwar mit 70 Jahren Zwillinge zur Welt gebracht.
Wer braucht die Eizellspende?
" Dienstag, 16. September 2008, 21.00 - 21.45 Uhr .
" Samstag, 20. September 2008, 10.20 - 11.05 Uhr (Wdh.).
Das Thema Eizellspende wird in Deutschland heiß debattiert. Den Gegnern geht es unter anderem darum, dass durch die Eizellspende Frauen noch nach den Wechseljahren Mutter werden können. So hat im Juli 2008 in Indien Omkari Panwar mit 70 Jahren Zwillinge zur Welt gebracht. Ein Extremfall. Doch das Thema betrifft auch junge Frauen. So werden beispielsweise nach einer Chemotherapie bei Krebspatientinnen die Eizellen so stark beschädigt, dass sie nie Kinder bekommen können. Andere Frauen haben einen genetischen Defekt, durch den jede Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt endet. In solchen Fällen kann eine Eizellspende zu einem eigenen Kind verhelfen. Die Betroffenen fragen sich, warum die Samenspende in Deutschland erlaubt ist und die Eizellspende nicht. Sie fühlen sich doppelt bestraft; erst erklärt man ihnen, dass sie keine Kinder bekommen können und dann, dass man ihnen in Deutschland nicht helfen kann.
Wie funktioniert die Eizellspende?
Bei der Eizellspende werden die Eierstöcke der Spenderin durch Hormone stimuliert, so dass mehrere Eizellen produziert werden. Nach rund zehn Tagen entnimmt der Arzt der Spenderin unter Narkose die Eizellen. Diese werden anschließend mit einem Spermium des Mannes künstlich befruchtet. Die entstandenen Embryonen werden der Empfängerin eingesetzt.
Wo ist die Eizellspende erlaubt?
In vielen europäischen Ländern ist die Eizellspende erlaubt. Meistens sind die Spenderinnen anonym. Anders ist das in den USA: Hier können sich die Kunden im Internet durch die Fotos und Profile der Spenderinnen klicken. Dort steht, welche Hobbys die Eizellspenderinnen haben, was für eine Krankheitsgeschichte ihre Familie hat und sogar, welchen Abschluss sie haben oder anstreben. Die Konkurrenz ist groß. Jeden Monat bewerben sich Tausende von Frauen bei den Agenturen. Sie verdienen im Schnitt 7000 Dollar pro Spende. Wer schön, jung und genetisch einwandfrei ist, hat die besten Chancen genommen zu werden. Die perfekte Eizellspenderin hat allerdings auch ihren Preis: Rund 40.000 Dollar zahlen die Kunden für die Eizellen von "Top-Frauen".
Tschechien bei Deutschen für Eizellspende besonders beliebt
In Tschechien können sich Paare für rund 8000 Euro ihren Kinderwunsch durch eine Eizellspende erfüllen. Die Spenderinnen dort sind anonym. Vertraglich wird festgelegt, dass die Spenderin später keinen Kontakt zum Kind aufnehmen darf. Weil Tschechien nahe und die Behandlungen relativ günstig ist, boomt der Fortpflanzungstourismus in unser Nachbarland. Jedes Jahr reisen Hunderte von deutschen Paaren dorthin.
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