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Grenzenloser Kinderwunsch
Viele Paare, deren Kinderwunsch auch durch die klassischen, in Deutschland erlaubten Methoden wie In-Vitro-Fertilisation (IVF) nicht erfüllt wird, denken nach einigen Jahren über andere Methoden nach
Viele Paare, deren Kinderwunsch auch durch die klassischen, in Deutschland erlaubten Methoden wie In-Vitro-Fertilisation (IVF) nicht erfüllt wird, denken nach einigen Jahren über andere Methoden nach. In Deutschland sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen jedoch nicht nur sehr eng gesteckt, die Erfüllung des Kinderwunsches ist auch teuer. Und gerade, wenn es nach dem dritten Versuch nicht geklappt hat und die folgenden Behandlungen selber bezahlt werden müssen, schauen sich einige nach möglichen Alternativen um. Und es gibt tatsächlich einige Möglichkeiten dem Wunschkind auf die Sprünge zu helfen wenn man über die Grenze ins Ausland blickt. Die drei wichtigsten Methoden sollen im Folgenden erläutert werden.
Die Eizellenspende
Gerade ältere Frauen, welche die Menopause schon hinter sich haben und keine eigenen Eizellen mehr bilden, können mithilfe der Eizellen-Spende ihren Traum nach einem Kind erfüllen. Bei der Eizellenspende muss zunächst eine geeignete Spenderin gefunden werden. Nach einer Hormonbehandlung werden dieser mittels Punktion eine oder mehrere Eizellen entnommen und im Reagenzglas mit den männlichen Spermien befruchtet. Der Embryo wird dann in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Die Methode ist unter anderem in Frankreich, Spanien und Tschechien erlaubt und kann je nach Klinik mit 3000 bis 12.000 Euro kosten. Die Eizellenspende ist in Deutschland im Rahmen des Embryonenschutzgesetzes von 1990 verboten worden.
Der Blastozysten-Transfer
Die Grundannahme dieser Methode geht davon aus, dass sich nur die besten der befruchteten Eizellen soweit entwickeln, dass sie auch im Reagenzglas das sogenannte Blastozysten-Stadium erreichen. In diesem Stadium ist der Embryo bereits vier bis sieben Tage alt. Erst dann wird er der Kultur entnommen Gebärmutter der Frau eingesetzt. Die Methode ist unter anderem in Österreich und in den Niederlanden erlaubt und kostet etwa 3000 Euro.
Die Präimplantations-Diagnostik (PID)
Bei der PID werden die Gene des sich entwickelnden Embryos vor dem Einpflanzen in die Gebärmutter genaustens untersucht um eventuelle Chromosomenschädigungen oder spezielle Gendefekte auszuschließen. Um den Gentest durchführen zu können, muss die befruchtete Eizelle zunächst mehrere Tage im Reagenzglas wachsen bevor ihr im 4 bis 8-Zellstadium ein bis zwei Zellen entnommen werden. Die Präimplantations-Diagnostik ist zum Beispiel in Polen und in Belgien legal und schlägt mit etwa 2000 Euro zu Buche.
Unabhängig vom Erfolg der Methoden kommen doch auf jedes Paar, welches sich ernsthaft mit diesen Alternativen zur Erfüllung des Kinderwunsches auseinandersetzt, nicht nur hohe Kosten, sondern auch eine hohe seelische Belastung hinzu. Denn trotz des Aufwands und der finanziellen Mittel bieten auch diese Behandlungen keineswegs eine Erfolgsgarantie und sollten deshalb, auch und besonders in Hinblick auf ethische Fragen, genauestens abgewogen werden.
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